Am Freitag kam es im Hinblick auf den Merkelbesuch zu einer Störaktion von antirassistischen Aktivist*innen. Uns wurde ihre Pressemitteilung zugespielt:
Heute Mittag um 14 Uhr haben Aktivist*innen eine symbolische Blockade auf der Kaiserstraße in Hildesheim errichtet, um gegen die Abschottungspolitik der Bundesregierung zu demonstrieren. Im Hinblick auf den Besuch der Bundeskanzlerin und des Bundespräsidenten Gauck nutzen die Blockierenden die Chance, auf die unmenschlichen Verhältnisse an den EU-Außengrenzen hinzuweisen. Es wurde mit Bannern über das massenhafte Sterben von Migrant*innen im Mittelmeer, die Schließung der Balkanroute und mörderische Deals mit autokratischen Regierungen wie der Türkei oder Libyen informiert. Die Aktivistin Berfin K. unterstreicht: „Viele der Fluchtursachen wie Kriege, Hunger, Perspektivlosigkeit oder Verfolgung sind auf die Politik Europas zurückzuführen. Anstelle Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen, versucht die EU Geflüchtete zu kriminalisieren, Fluchtrouten brutal zu schließen und im Inland eine Stimmung gegen Migrant*innen zu erzeugen. An dieser Stelle ist den Regierenden jedes Mittel recht und so werden Verträge mit Milizen in Lybien geschlossen, welche illegale Push-Backs durchführen um Schlauchboote nicht in EU Gewässer zu lassen, Bürgerkriegsländer wie Afghanistan als sicher erklärt, oder Selbstschussanlagen an der Türkisch-Syrischen Grenze getestet.
Neben der Benennung dieser Menschenrechtsverletzungen weist die Gruppe auch auf Lösungsvorschläge hin. So fordert Vladimir U: „Es müssen legale Migrationsmöglichkeiten geschaffen werden, damit sich Geflüchtete nicht in die Hände von Schleppern und in Lebensgefahr begeben müssen.“ Mit einem Vergleich ergänzt Rosa L.: „Die Migrant*innen zahlen den Schleppern mehrere tausend Euro für eine Tortur im überfüllten Schlauchboot ohne jede Sicherheit, die Fähre von Tunis nach Palermo kostet 54 €, eine Pauschalreise nach Ägypten ganze 300€.“ Die Politik der EU sei menschenfeindlich und erfülle nur die rassistischen Forderungen der neuen Rechten.
Frauen*-Kampftag 2017
Morgen ist der Frauen*-Kampftag!
16:00 Uhr – Hildesheim HBF
Wir möchten euch auf die Demonstration unserer kurdischen Genoss*innen hinweisen, an welcher auch wir teilnehmen werden.
Das Bild wurde letztes Jahr aufgenommen.

A Woman´s Voice is a Revolution
Der Vortrag „A Womans Voice is a Revolution“ von der Antifaschistischen Linken International wird nun am 20.4.2017 stattfinden. Wir freuen uns auf die gemeinsame Veranstaltung.

Türkei am Scheideweg
Diesen Donnerstag kommt Alp Kayserilioğlu, Redakteur des Lower Class Magazine von Istanbul nach Hildesheim und wird über die politische Situation in der Türkei berichten.

Abschiebungen Stoppen!
Am 10.12 veranstalten afghanische Refugees eine Demonstration in Hildesheim. Anlass ist die drohende Abschiebung von Afghan_innen in das vermeintlich „sichere Herkunftsland“.

Welt Kobane Tag
Demonstration am Weltkobane-Tag: 16:30 Hbf Hildesheim
Am 1.11 ist der Weltkobane-Tag. An diesem soll der erfolgreiche Widerstand der kurdischen Revolutionäre gegen den faschistischen IS, gefeiert werden. Außerdem wird an die gefallenen Genoss*innen der YPG/YPJ gedacht und auf die aktuelle Lage in Kurdistan aufmerksam gemacht. Also raus auf die Straße und hoch mit der internationalen Solidarität!

Infos zur BIH
Erinnert ihr euch an die rassistischen Kundgebungen auf dem Marktplatz? Dahinter steckte die „Bürgerinitiative.Hildesheim“. Diese trat nun zur Wahl an und aufgrund der zahlreichen Nachfragen, wurde von Genoss*innen eine Einschätzung zu der Gruppe geschrieben:
https://nazimelderhi.blackblogs.org/2016/09/12/buergerinitiative-hildesheim-woelfe-im-schafspelz/
Rechte Strukturen in HI
Wir legen euch wärmstens diesen Bericht über Nazistrukturen in Hildesheim ans Herz.
Nieder mit der AfD!
Im September 2016 findet in Niedersachsen die nächste Kommunalwahl statt. Mit AfD und „Bürgerinitiative Hildesheim“ treten auch offen rassistische, antifeministische und gewerkschaftsfeindliche Parteien an. Im Zuge ihrer Wahlkampagne werden diese versuchen ihre Hetze durch Plakate, Infostände und Veranstaltungen überall zu verbreiten. In Zeiten brennender Flüchtlingsheime ist das ungeheuerlich. Denn: Dieser Wahlkampf ist nichts anderes als die parlamentarische Kehrseite der Anschläge. Er dient dazu rassistische und sozialchauvinistische Positionen zu verbreiten und zu rechtfertigen. Wir sagen: Es reicht! Keine rechte Wahlhetze in unseren Straßen, Dörfern und Stadtteilen! Von den 122 AfD Plakaten im Landkreis wurden 118 von Unbekannten entwendet. Fürs Stadtgebiet beklagt Alexandra Kriesinger von der AfD Hildesheim „eine noch nie dagewesene Zerstörungswut bei Verlusten über 50%.“

Antifa Sommerfest

Sommer, Sonne, Antifa!
Hildesheim wurde in letzter Zeit zu einem guten Beispiel dafür, dass aktiver Antifaschismus richtig und wichtig ist. Nachdem Ende 2014 bis Anfang 2015 die Faschist*innen der Gruppe „Die Rechte Hildesheim“ die Stadt mit Übergriffen, Demos und Aktionen terrorisiert haben, konnte deren Treiben durch das Eingreifen der Antifa stark eingedämmt werden. Ob Öffentlichkeitsarbeit, Gegenproteste, Blockaden oder direkte Aktionen, die Antifaschistische Arbeit hatte Erfolg! Der Kreisverband steht kurz vor der Auflösung, Nazis sind ausgestiegen oder aus Hildesheim verzogen und dennoch ist Durchatmen noch lange nicht angesagt. Es gibt weiterhin Aktionen und vor allem Übergriffe von Rechten auf Leute, die nicht in deren Weltbild passen. So kam es kürzlich zu einem gewalttätigen Angriff auf feiernde Studierende in einer Hildesheimer Kneipe. Zur Kommunalwahl will die NPD antreten und selbstverständlich darf im Zusammenhang reaktionärer, rassistischer und sexistischer Gruppen in Hildesheim auch die AfD nicht unerwähnt bleiben.
Wie man Antifaschismus praktisch umsetzen kann und welche Anlaufpunkte es für Antifas in Hildesheim gibt, soll beim Fest allen Leuten nahegebracht werden. Ein weiterer Themenschwerpunkt wird in der internationalen Solidarität liegen, so sind auch kurdische Genoss*innen ganz vorne mit dabei. Damit neben der ganzen Theorie auch der Spaß nicht zu kurz kommt, sind wir froh musikalische Knaller in Form von lokalen und überregionalen Bands zu präsentieren. Zur Feier des Tages wird es im Anschluss eine fette Party in der Werkhütte geben.
Wir wollen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, dass wir bei der Veranstaltung keinen Bock auf sexistisches, rassistisches oder sonstwie beschissenes Verhalten haben.